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04
Jul.´20

Provisionsteilung Inkrafttreten 23.12.2020!

Beauftragt der Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung den Makler, muss er künftig mindestens die Hälfte der Maklerprovision tragen. Nach dem Bundestag hat nunmehr auch der Bundesrat einem entsprechenden Gesetz zugestimmt.

Künftig gelten bei den meisten Immobilienverkäufen neue Regeln für die Maklerprovision. Das ergibt sich aus dem „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, dem nach dem Bundestag am 05. Juni 2020 auch der Bundesrat zugestimmt hat.

Verteilung der Maklerprovision wird neu geregelt

Das Gesetz führt die Verteilung der Maklerprovision beim Verkauf von Einfamilienhäusern (einschließlich Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung) und Eigentumswohnungen ein. Insbesondere ist es künftig nicht mehr möglich, die Maklerprovision vollständig dem Käufer aufzubürden. Ziel des Gesetzgebers ist, private Käufer von Wohnimmobilien von Kaufnebenkosten zu entlasten.

Wird ein Makler aufgrund zweier Maklerverträge sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer tätig, kann er eine Vergütung künftig nur von beiden Parteien des Kaufvertrages zu gleichen Teilen verlangen. Wenn der Makler mit einer Kaufvertragspartei vereinbart hat, für diese unentgeltlich tätig zu sein, kann er auch von der anderen Vertragspartei keine Vergütung beanspruchen.

Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Kaufvertragspartei weiterzureichen, sind nur wirksam, wenn die weitergereichten Kosten maximal 50 Prozent der insgesamt zu zahlenden Maklerprovision ausmachen. Zudem muss der Auftraggeber des Maklers in diesem Fall zunächst nachweisen, dass er die Maklerprovision bezahlt hat, bevor er von der anderen Kaufvertragspartei deren Anteil verlangen kann.

Neuregelung zur Verteilung der Maklerprovision gilt nur wenn der Käufer eine natürliche Person ist

Neben der Beschränkung auf den Verkauf von Einfamilienhäusern und Wohnungen enthält die Neuregelung auch eine Einschränkung in persönlicher Hinsicht: nur wenn der Käufer der Immobilie eine natürliche Person ist, gelten die neuen gesetzlichen Regeln. Ob der Verkäufer eine natürliche oder juristische Person ist, spielt für die Anwendung der neuen Regeln hingegen keine Rolle.

Maklerauftrag bedarf künftig der Textform

Das Gesetz führt auch eine neue Formvorschrift für Maklerverträge ein: Ein Maklervertrag, der den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zum Inhalt hat, bedarf künftig der Textform (beispielsweise Email oder Fax).

Ab wann gelten neue Regeln zur Maklercourtage?

Nachdem auch der Bundesrat dem Gesetz am 05.06.2020 zugestimmt und durch den Bundespräsidenten im Bundesgesetzblatt am 23.06.2020 verkündet wurde, tritt die neue Regelung am 23.12.2020 nach 6-monatiger Übergangsfrist in Kraft und gilt für Maklerverträge, die ab dem Inkrafttreten geschlossen werden.

Alleinaufträge bleiben auch künftig möglich

Es bleibt weiterhin zulässig, dass der Verkäufer den Makler – unter Ausschluss der Doppeltätigkeit - allein mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt. Hier besteht ausschließlich ein Maklervertrag mit dem Verkäufer, so dass auch nur der Verkäufer die Maklerprovision (Innenprovision) schuldet. Der Alleinauftrag hat den Vorteil, dass der Makler sich ausschließlich auf die Interessen des Verkäufers konzentrieren kann.

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