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06
Jan.´20

Neue steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierung

Energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum können für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2029 durch einen Abzug von 20 Prozent der Aufwendungen bis zu einer Investitionsobergrenze von 200.000 Euro je Objekt von der Steuerschuld gefördert werden und zwar verteilt auf drei Jahre. Jeweils sieben Prozent im ersten und zweiten Jahr und sechs Prozent im dritten Jahr. Der Höchstbetrag der Steuerermäßigung beträgt 40.000 Euro.

Förderfähig sind danach Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind, wie

  • die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken,
  • die Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  • die Erneuerung bzw. der Einbau einer Lüftungsanlage,
  • die Erneuerung einer Heizungsanlage,
  • der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und
  • die Optimierung bestehender Heizungsanlagen.

 

Berücksichtigt werden nur bauliche Maßnahmen, die konkrete Mindestanforderungen einhalten. Die Einhaltung der Mindestanforderungen ist durch ein Fachunternehmen zu bestätigen. Die konkreten Mindestanforderungen werden in einer gesonderten Rechtsverordnung festgelegt, die nun im Entwurf vorliegt. Sie soll einen Gleichlauf der steuerrechtlichen Förderung mit den bestehenden Programmen der Gebäudeförderung gewährleisten. Zudem wird der Begriff des Fachunternehmens klargestellt.

Die Steuerermäßigung gibt es alternativ zu anderen staatlichen Subventionen, etwa Zuschüssen oder zinsverbilligten Krediten von der KfW. Die Steuerermäßigung gibt es auch nicht gleichzeitig zur Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen.

Die Beantragung der steuerlichen Förderung erfolgt über die Steuererklärung. Die Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen können also erstmalig mit der Steuererklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden.

 

Quelle: REEX, Anton Bachhäubl

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