Bundestag verabschiedet Gebäudeenergiegesetz

Am 19. Juni 2020 hat der Bundestag das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschiedet. Künftig soll dieses Gesetz alle gesetzlichen Vorgaben im Bereich Gebäude und Erneuerbare Energien zusammenfassen. Stimmt der Bundestag dem Gesetz im Juli zu, könnte es Anfang Oktober 2020 in Kraft treten.

Seit mehreren Jahren läuft das Gesetzgebungsverfahren bereits. Eigentlich sollte es die Vorgaben im Gebäudebereich vereinheitlichen und vereinfachen. Übersichtlicher wird es wohl kaum werden mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es wird zwar mehrere andere Gesetze ersetzen (wie die EnEV und das EEWärmeG), doch viele komplizierte Vorgaben, umfassendere Regelungen und Verweise machen das Gebäudeenergiegesetz keinesfalls einfacher als seine Vorgänger.

Der wichtigste Punkt für Bauherren zuerst: Die Neubau-Vorgaben bleiben vom GEG unangetastet. Das derzeit verpflichtende Mindestniveau der Energieeinsparverordnung (EnEV) wird zum Niedrigstenergiegebäude erklärt und behält damit nach wie vor Gültigkeit. Ebenso Teil der Bundestagsentscheidung war die Streichung des sogenannten 52-Gigawatt-Solardeckels im EEG.

Baulicher Wärmeschutz als Grundlage

Im Mittelpunkt des Gebäudeenergiegesetzes steht die Begrenzung des Energiebedarfs eines Gebäudes durch einen energetisch hochwertigen baulichen Wärmeschutz, vor allem durch gute Dämmung, gute Fenster und die Vermeidung von Wärmebrückenverlusten. Somit stellt das Gesetz das Prinzip der Energieeinsparung über das der umweltfreundlicheren Energieerzeugung und verfolgt in erster Linie den Ansatz, den Primärenergiebedarf von Gebäuden gering zu halten. Erneuerbare Energien sollen dann den verbleibenden Energiebedarf decken.

Während es im Bereich Neubau kaum Änderungen geben wird, sind für gebrauchte Immobilien einige Verschärfungen geplant, wie zum Beispiel beim Einsatz von Ölheizungen. Die energetischen Vorgaben bei Sanierungsmaßnahmen werden aber nicht verschärft.

Laut Artikel 82 unseres Grundgesetzes, kann jedes Gesetz selbst bestimmen, ab wann es in Kraft tritt. Wir haben es in den letzten Wochen erlebt, dass dies auch sehr kurzfristig sein kann. Wenn ein Gesetz keinen Termin festlegt, ab dem es in Kraft tritt – und im GEG-Entwurf wird kein Datum genannt – so tritt es laut Grundgesetz „mit dem vierzehnten Tage nach Ablauf des Tages in Kraft, an dem das Bundesgesetzblatt ausgegeben worden ist.“

In der optimistischen Variante könnte das GEG demnach ab 1. August 2020 in Kraft treten, wobei der soweit öffentlich bekannte Gesetzentwurf selbst etliche Übergangstermine festschreibt.

Sie möchten wissen, ob sich eine energietechnische Optimierung Ihrer Immobilie vor dem Verkauf lohnt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: © synovec/Depositphotos.com

 

Themenseiten
Bei REEX real estate experts
GmbH erfahren Sie mehr
über den Immobilienmarkt.
Informieren Sie sich neben
Angebot und Nachfrage über
die Preisentwicklungen in den
jeweiligen Gemeinden und
Kreisstädten und über den
Immobilienverband Deutschland
IVD mit ca. 6000 Mitgliedern.
Wissenswertes
Wie kann der Wert einer Immobilie gesteigert werden? Wenn die Familie größer, aber die Immobilie zu klein wird Wenn sich der Umzug ins Seniorenheim nicht mehr vermeiden lässt Was bringen digitale Maklertools für den Immobilienverkauf? Scheidungsimmobilie: wenn der neue Partner einziehen will Grundrissveränderung bei Immobilien – bessere Verkaufschancen? Wohnimmobilienpreisanstieg verringert sich – kommt jetzt die Marktwende? Wohnformen im Alter – Welche Möglichkeiten gibt es? Wenn die Zeit knapp ist: Die Checkliste für den Notverkauf Vermietete Wohnung geerbt – was nun? Renovierung vor dem Immobilienverkauf = höherer Verkaufspreis? Warum Sie eine professionelle Wertermittlung brauchen Innovative Immobilienvermarktung mit dem Besichtigungsroboter SAM Barrierefreier Umbau – wann lohnen sich Kosten und Aufwand? Zwischenfinanzierung – Liquiditätsengpässe überwinden Was tun, wenn das Haus schnell verkauft werden muss? Grundstück geerbt – und jetzt? Ist Holz das neue Gold? DSGVO beim Immobilienverkauf Wenn das Zuhause nicht mehr zum Alter passt Marktpreis, Verkaufspreis oder Angebotspreis? Wo liegt eigentlich der Unterschied? Immobilienpreise: Kommt 2024 die Trendwende? Verschärfte Regeln für den Energieausweis 360°-Rundgang: Mit Online-Besichtigungen schneller zum Verkaufsabschluss Checkliste – Scheidungsimmobilie Wo verstecken sich „unsichtbare“ Immobilien? Haus verkaufen, Haus entrümpeln – mit Profis geht beides leichter! Smart wohnen wie der Osterhase: Wohnung und Büro in einem Rechtssicherer Immobilienverkauf - ohne Unterlagen geht nichts Wie lang steigen die Immobilienpreise noch? Immobilie verkaufen ohne auszuziehen: Wohnrecht oder Nießbrauch Drohnenvideos: Ihr Mehrwert bei der Immobilienvermarktung Notverkauf: Immobilienverrentung anstatt Zwangsversteigerung Scheidungsimmobilie: Nina will bleiben, Nils will verkaufen – was nun? Geerbte Immobilie aufteilen – die häufigsten Schwierigkeiten Gemeinsame Immobilie im Trennungsjahr verkaufen – vieles spricht dafür Trotz Lockdown die Immobilie verkaufen Der richtige Makler: Billiger ist nicht gleich besser Verlängerte Frist für das Baukindergeld – Wie stelle ich einen Antrag? Wo beantrage ich Fördermittel für eine effizientere Heizung? Danke für ein erfolgreiches 2020 Der Weihnachtsmann und das Alter Das neue Maklergesetz: was ändert sich? Immobilie verschenken oder vererben? Was Sie jetzt über das neue Gebäudeenergiegesetz wissen sollten Die Checkliste für den erfolgreichen Hausverkauf Zugewinnausgleich – darauf müssen Sie bei der Scheidung achten Immobilie erfolgreich vermarkten in den Sozialen Medien Immobilie geerbt: Erbschaft annehmen oder ausschlagen? Auch bei hoher Nachfrage verkauft eine Immobilie sich nicht von allein Wozu lebenslanges Wohnrecht? Die Anschlussfinanzierung im Auge Scheininteressenten – So sortieren Sie sie frühzeitig aus Keine kahlen Wände mehr – mit virtueller Möblierung Lohnt sich altersgerechter Umbau? Gibt es einen optimalen Zeitpunkt für den Immobilienverkauf? Den Preis für eine Immobilie richtig verhandeln Residieren statt Resignieren: Was bringt der Umzug in eine Seniorenresidenz? Steigende Immobilienpreise trotz Corona Familiennachwuchs und Immobilienverkauf - Besser mit Makler Leibrente: Immobilie verkaufen, darin wohnen bleiben und Rente aufbessern Die Immobilie im Testament Immobilienpreise und Nachfrage steigen auch 2020 weiter Pflegeimmobilien als Kapitalanlage Bundestag verabschiedet Gebäudeenergiegesetz So halten Sie Tauben von Ihrem Dach fern Wie wichtig ist die Immobilienlage im Alter? Was ist eigentliche eine Erbengemeinschaft? Immobilienmarketing: Das Exposé Die Immobilie in der Scheidung Immobilienverrentung: Diese Modelle gibt es Die häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf Kennen Sie "Reservierungsvereinbarung"? Das passende Pflegeheim finden - so geht´s! Was bringt mir die Umzugspauschale? Betreutes Wohnen - welche Vorteile bringt es mir? Wenn die Immobilie nicht mehr zum Alter passt Notverkauf und Zwangsversteigerung – Mit Hilfe eines Maklers vermeiden Wozu benötigt man einen Erbschein? "Bestellerprinzip" bei Verkauf von Wohnimmobilien - Neuregelung Maklerprovision beim Verkauf von Wohnimmobilien Muss mein Ofen raus? – Grenzwerte für alte Kamin- und Kachelöfen Werden Sie Immobilien-Tippgeber! Immobilien richtig vererben Mietpreisbremse und Bestellerprinzip Wohnungsvermietung im Zeichen des Bestellerprinzips Den richtigen Makler finden BELLEVUE Immobilienverband Deutschland IVD
Immobilienmarkt
Ihre Immobilien­suche
abschicken
Tippgeber sein
lohnt sich!
Wir sind ausgezeichnet